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Ich bin nun seit 1,5 Wochen in Texas und doch fühlt es sich nach deutlich mehr an.

In vielen Bereichen habe ich inzwischen schon eine gewisse Routine und trotzdem gibt es immer wieder neue Sachen, vor allem bei der Arbeit, wo ich mich erst einmal zurecht finden muss.

Es gibt so viel Neues, dass es eigentlich ganz viel zu erzählen gibt, und doch bin ich nicht der große Schreiber, der das Erlebte später noch einmal in Worte fassen kann.

Auch wenn es sehr herausfordernd ist, merke ich, wie gut es mir tut, raus aus dem “Bekannten” zu kommen und Neues kennenzulernen. Eine neue Kultur, ein neues Land, aber auch eine neue Sicht auf das Leben. Was brauche ich z.B. zum Leben überhaupt? Wie dankbar bin ich für die Sachen, die ich habe, auch wenn es “nur” ein kleiner Raum in einer fremden Familie ist?
Eine andere Sache ist das Leben in Reichtum, das ich kenne. Auch wenn die meisten es nicht als solches bezeichnen würden, leben wir doch sehr wohlhabend und möchten das eigentlich auch nicht ändern. Wir geben ja unseren 10ten und beruhigen damit unser Gewissen. Aber sieht “zu 100% für Gott leben” vielleicht anders aus? Nicht auf sich selbst vertrauen oder den sicheren Weg gehen?
Vielleicht schreibe ich ein andern mal mehr dazu.

Eine letzte Sache aber noch. Gerade ist die beste Freundin meiner Gastmutter für ein paar Tage hier. Ihr Name ist Joy und sie ist bereits ein bisschen älter. Ich würde schätzen über 70. Eine sehr beeindruckende Frau, die niemals Missionarin sein wollte (weil es einfach zu anstrengend ist), jetzt aber sagt, dass es das beste ist, was ihr im Leben passiert ist. Sie und ihr Mann haben für viele Jahre bei Wycliffe, einem Bibel-Übersetzungs-Institut (https://www.wycliffe.org/), gearbeitet und Gott hat sie in all den Jahren versorgt. Sie haben nie jemanden um Geld gefragt und trotzdem hatten sie 3 neue Autos und haben alles, was sie brauchen. Sie kennt Politiker, Richter, wie auch z.B. Martin Luther King Junior. Mit ihr habe ich heute unter anderem auch über den Kontakt zu Supportern geredet.
Verena und ich wissen noch nicht, was der beste Weg ist, um euch teilhaben zu lassen an unserem Leben und mitzuteilen, was bei uns passiert, und werden da wahrscheinlich ein bisschen ausprobieren müssen.

Gerne könnt ihr uns auch schreiben, worüber ihr euch am meisten freuen würdet.

Wir werden aber versuchen, ab und zu mal einen kleinen oder auch einen ein bisschen längeren Blogpost zu schreiben.
Bis dahin.
Liebe Grüße aus dem sonnigen Texas.