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Samstag, 19. Juli 2014

Was vor einigen Jahren noch eine vage Ahnung war und in diesem Frühjahr noch als Idee durch unsere Köpfe geisterte, ist jetzt nicht nur beschlossene Sache, sondern nimmt langsam auch Form an.

 

Wir gehen nach Amerika!

 

Das Visum hängt im Reisepass, die Flüge sind gebucht, die Sitzplätze bestätigt, Jans Koffer gepackt und all unser Hab und Gut, das nicht in den Koffer kommt, mottensicher in Kartons verpackt.
Heute haben wir den Umzug hinter uns gebracht und während Jan mit meinen Eltern, meiner Schwester und Freunden noch den Anhänger zum dritten Mal leert, habe ich mit Jans Eltern in den letzten Räumen klar Schiff gemacht.

Da es der angeblich heißeste Tag im Jahr ist, bin ich froh, jetzt – in der leeren Wohnung, auf dem alten Sessel, den wir an die Nachmieterin weiterreichen, und bei laufendem Ventilator – im ansonsten leeren Schlafzimmer zu sitzen und alles noch einmal Revue passieren zu lassen.

Eine Gruppe von Gemeindeleuten war schon da, um Jan zu verabschieden; für mich ist das alles noch nicht real.

Jan und ich gehen noch ein letztes Mal gemeinsam durch jeden Raum, packen die Putzsachen ein und schließen ein letztes Mal die Tür ab. Erleichterung, dass wir das schon mal geschafft haben.

Bei meinen Eltern sortieren wir noch das ein oder andere, schließen die letzten Kartons, verfrachten alles in einen Raum und leben die nächste Zeit aus dem Koffer.

Nachdem Jan mit drei anderen Männern unser Sofa die Treppe hoch gewuchtet hat, findet sich zu guter letzt doch noch ein Käufer über die Kleinanzeige und wir manövrieren es mit vier Leuten wieder die Treppe runter. Jetzt ist neben den Betten noch ein Drittel des Gästezimmers frei – ein bisschen mehr Freiraum, den wir zwischen den ganzen Koffern gut gebrauchen können.

Die letzten offiziellen Schritte folgen nach dem Wochenende: ummelden, die Schlüssel beim Vermieter abgeben, Nachmieterin informieren, dass die Wohnung leer ist, Nachsendeauftrag einrichten. Nur die Banken etc. müssen noch informiert werden.

Den Umzugstag lassen wir bei einer Geburtstagsfeier ausklingen, wobei wir den Anlass der Feier um eine halbe Stunde verpassen: Wir verabschieden uns vor Mitternacht und Anbruch des Geburtstages. Ein wirklich netter Abend mit Cocktails, Wikinger Schach & Co., der sogleich auch die Inspiration für eine kleine Abschiedsparty vor Jans Abflug liefert.